9. Adventlust oder Frust?

9. Adventlust oder Frust?

Oh du fröhliche, oh du selige, „streitbringende“ Weihnachtszeit!? 

Die Familie sitzt fröhlich beisammen, beobachtet mit verträumten Blicken das Flackern der Kerzen am Adventkranz, knabbert an selbst gebackenen Keksen und schlürft genussvoll heiße Schokolade und wohlriechenden Tee. Im Hintergrund läuft entspannende, stimmungsvolle Musik und untermalt die angeregten Diskussionen über dies und das. Oma erzählt von längst vergangenen Zeiten und die Enkel hören gespannt zu. Handys haben gerade Pause und liegen fernab der Familienrunde.

So oder doch eher so:

Es fehlt die Zeit und auch die Muse, um sich gemeinsam mit der Familie an einen Tisch zu setzen. Für Gespräche fühlt man sich zu müde und außerdem enden diese doch oft im Streit, der nur durch abruptes Verlassen der Gesprächsrunde von zumindest einem Teilnehmer sein Ende finden kann. Also besser nicht zu viel Familie auf einen Fleck. Die Besorgungen der Geschenke sind alles andere als freudebringend. Überfüllte Einkaufszentren, volle Parkplätze, Dauerweihnachtsgedudel und hektische Menschen. So werden die Weihnachtsfeiertage für viele eine Familienbelastungsprobe der extremen Art.

Zugegeben, beide Varianten sind überzeichnet. Tatsache ist jedoch, dass Weihnachten für viele Familien leider Stress und Streit bedeuten. Weihnachten ist neben der Urlaubszeit, die Zeit des Jahres, in der am meisten gestritten wird. Nun nehmen sich viele Menschen zu Weihnachten Urlaub, also doppelte Gefahr!

Warum ist der Familienfrieden gerade zu Weihnachten so zerbrechlich? Will denn nicht jeder eine gute gemeinsame Zeit?

Hier ein paar Gedanken dazu, warum wir uns zu Weihnachten so leicht zanken.

Man verbringt ungewöhnlich viel Zeit miteinander. Der Alltag wird unterbrochen, die gewohnte Tagesroutine gilt nicht. Die Kinder sind zuhause, der Ehemann lümmelt am Sofa herum, ständig ist die Küche krümelig und während sich die Frau des Hauses bemüht in dieses gefühlte Chaos, die notwendige Ordnung zu bringen, sich nebenbei fragend, warum nicht auch sie mal nichts tun kann, übernimmt der Ferienfrust das Kommando. Mama ist frustriert, weil niemand auf ihre Bedürfnisse Rücksicht nimmt und der Rest der Familie fühlt sich durch den ungemütlichen Ordnungswahn beim Entspannen gestört.

Es gibt wider Erwarten keine gemeinsame Zeit. Die erwachsenen Kinder besuchen ihre Eltern nicht. Keine Enkelkinder, die im Schnee toben und keine gemeinsamen Abende mit Keksen und Kerzenlicht. Frust und Enttäuschung macht sich breit. Keine Zeit füreinander. Weihnachten ist eine Zeit des Miteinanders. Fehlt dieses, tut es uns zu dieser Jahreszeit besonders weh.

Es gibt unterschiedliche Vorstellungen über die „Zutaten“ einer schönen Adventszeit. Darüber spricht aber meistens keiner und wenn doch, dann werden Wünsche oft in Form von Vorwürfen ausgetauscht. Das Hin und Her von Vorwurf und Verteidigung geht los, fernab eines Versuches die gegenseitigen Wünsche zu vereinbaren. 

Freizeit bietet Gelegenheit nachzudenken und das Jahresende lädt ein, einen prüfenden Blick auf die aktuelle Lebenssituation zu werfen. Der Alltagstrott wird im Urlaub spürbar, weil er unterbrochen ist. Das löst bei manchen Frust über das tägliche „Hamsterrad“ aus. Der Wunsch nach Veränderung wird geweckt. Geballtes Familienleben kann in dieser Phase belastend erlebt werden.

Der Anspruch, dass Weihnachten das schönste Familienfest des Jahres sein muss. Diese Erwartung verursacht zwangsläufig Stress und erlaubt keine Abweichung vom Perfekten. Menschen sind aber nicht perfekt, also gibt es auch kein perfektes Weihnachten oder vielleicht braucht es nur eine neue Definition von einem „perfekten Familienfest“. 

Stress im Beruf. Gerade die Weihnachtszeit bedeutet in vielen Unternehmen Mehrarbeit und Druck. Erschöpft tritt man dann der Familie gegenüber und soll in der Familienrolle die Erwartungen an ein entspanntes Beisammensein erfüllen. Sind beide Elternteile berufstätig, befinden sich womöglich beide knapp an der persönlichen Belastungsgrenze.

Patchworkfamilien und frisch getrennte Paare mit Kindern stehen vor besonderen Herausforderungen. Es gilt sowohl organisatorische als auch emotionale Hürden zu bewältigen, um den Kindern und sich selbst schöne Weihnachten zu ermöglichen. Wenn die Trennung nichts von gegenseitigem Respekt und einer guten Gesprächsbasis übrig gelassen hat, können gemeinsame Regelungen beinahe unmöglich sein. In diesen Fällen kann man sich bei Experten Unterstützung holen. X-Mas Angebot der Streit.Werk.Statt 

Streit.Werk.Statts  6 Punkte Plan: So gelingt Weihnachten 

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Streit.Werk.Statts 6 Punkte Plan  

1. Offene Gespräche

2. Zuhören

3. Strategien entwickeln

4. Planen 

5. Verwirf perfektionistische Erwartungen

6. Schicke Streitthemen in die Ferien

Das hört sich alles einfach und logisch an, die Umsetzung kostet oft aber Mühe und Disziplin. Die Anstrengung lohnt sich aber jedenfalls und beim nächsten Mal fällt es allen schon viel leichter!

Harmonisches Zusammensein kann trainiert werden!

Es gibt Zeiten zum Streiten und Zeiten zum Feiern und Familie und Freundschaft hochleben zu lassen. Weihnachten ist das Fest der Liebe und nicht des Zanks! Wenn sich jeder daran orientiert, steht friedvollen Tagen nichts mehr im Wege.

Alles Liebe

Silke & Christiane

 

Lasst uns Freunde sein und folgt uns!

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