3. Weihnachten ist ………

3. Weihnachten ist ………

… für jeden ein bisschen anders……und das ist gut so!

Anna hat einen Mann und drei Kinder. Annas Eltern wünschen sich, dass die gesamte Familie den Heiligen Abend zusammen verbringt. Alexander, Annas Mann, möchte  zu Hause, ohne Schwiegereltern feiern. Die Kinder wollen nur viele Geschenke bekommen, alles andere ist nicht so wichtig. Hmm, und was möchte Anna? Sie möchte, dass alle glücklich sind und, dass es ein schönes Fest wird. Wie soll sie das anstellen und warum muss nur sie sich darum kümmern? Wer sorgt sich um sie? 

Olaf ist alleine. Im Sommer wurden er und Eva geschieden. Er wohnt jetzt in einer kleinen Wohnung am Stadtrand von Wien. Seine beiden Söhne verbringen Weihnachten mit ihrer Mutter, seiner Ex-Frau, in Tirol. Sie  machen Skiurlaub, so wie jedes Jahr. Nur halt jetzt ohne ihn. Er wird wahrscheinlich am Weihnachtsabend eine Fertigpizza essen und ein paar DVDs anschauen. Irgendwie wird er diesen Tag schon überstehen. Ein bisschen Bammel hat er davor, dass ihn sentimentale Gefühle übermannen und er unheimlich traurig wird. Nicht, dass  die Scheidung nicht richtig gewesen wäre, aber es gab auch schöne gemeinsame Zeiten. Und daran zu denken, das tut weh. Zumindest jetzt noch.

Rosa und Jakob sind gerade zusammengezogen. Sie genießen diesen neuen Lebensabschnitt in vollen Zügen. Ihre Wohnung ist ihr kleines Paradies. Beide haben keine Eltern mehr und auch keine Geschwister. Es gibt also nur sie beide. In den Jahren zuvor war die Weihnachtszeit nichts Besonderes für sie. Es war halt Weihnachten. Jetzt ist das komplett anders. Es ist als würden sie Weihnachten in jeder Faser ihres Körpers spüren. Vermutlich das erste Mal seit ihrer Kindheit. Was für eine Glückseligkeit auf der sie dahinschweben.

Helga wird das erste Mal seit 47 Jahren Weihnachten ohne ihren Mann verbringen. Er ist vor einigen Monaten gestorben und hat sie alleine zurückgelassen. Natürlich war das keine bewusste Entscheidung ihres Mannes. Er ist einfach gestorben. Aber Helga denkt oft darüber nach, ob er sich nicht mehr Mühe hätte geben müssen, um länger zu leben. Sie meint damit vor allem, dass er mehr auf seine Gesundheit hätte achten sollen. Ja, vielleicht hätte es sein Leben verlängert, wenn er gesünder gegessen und mehr Bewegung gemacht hätte. Vielleicht aber auch nicht. Das weiß niemand. Fest steht, dass er nicht mehr da ist und dass er Helga sehr fehlt. Sie vermisst ihn jeden Tag. Einmal mehr und einmal weniger, aber fehlen tut er immer. Helga fragt sich, ob sie dieses Weihnachten nicht einfach auslassen kann. Mal sehen, wozu sie sich entscheidet. 

Jeder von uns hat seine ganz persönliche Geschichte. Kein Leben verläuft gleich. Und so verbringt auch jeder ein anderes Weihnachten. Die Medien zeigen uns, wie Weihnachten auszusehen hat. Was wir tun sollen, welche Musik wir hören sollen, was wir essen sollen und so weiter. Das „Konsum-Weihnachten“ ist aber nicht das perfekte Weihnachten. Perfekt ist es dann für uns, wenn wir uns nach unseren Bedürfnissen richten. Weihnachten ist in unseren Herzen und nirgendwo anders. Wir können es alleine, mit Freunden oder mit Familie verbringen, als leuchtendes Fest oder als stille Zeit, mit vielen Geschenken oder ohne. Entscheidend ist, dass es sich für uns passend anfühlt.

In diesem Sinne fühlt in euch rein und gestaltet dementsprechend eure Adventzeit, euer Weihnachten und euren Heiligen Abend!

Liebe Grüße,

Silke

Lasst uns Freunde sein und folgt uns!

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