2. Was hat das mit Weihnachten zu tun?

2. Was hat das mit Weihnachten zu tun?

Stress & Konsumwahn statt Besinnlichkeit & Freude

Heute ist mir ein Werbeplakat aufgefallen, das einen  „Stressmanager“ für den Magen bewirbt und zwar mit dem Slogan: „Schon im Weihnachtsstress?“. Oder so ähnlich.

Das Plakat hat mich zum Nachdenken gebracht. Was ist aus Weihnachten geworden? Hektik und Stress gehören mittlerweile genauso selbstverständlich dazu wie Weihnachtskekse, Punch und Geschenke. Wann hat der Stress der Besinnlichkeit den Rang abgelaufen? Warum wird eigentlich alles und jeder so hektisch im Advent?

Weihnachten, auch WeihnachtChristfest oder Heiliger Christ genannt, ist das Fest der Geburt Jesu Christi. Das ist jedenfalls der religiöse Hintergrund und so haben wir es auch in der Schule gelernt. Das verursacht, für sich alleine genommen, noch keinen Stress.

Werfen wir aber einen Blick auf das was sich rund um Weihnachten abspielt, dann schaut es anders aus. Bereits Monate vor dem 24.Dezember wird uns durch fortwährende und allgegenwärtige Werbung suggeriert, dass das Wichtigste am ganzen Fest der Konsum ist. Wir brauchen eine neue Deko für Haus und Wohnung. Wir brauchen die neueste Technik, heißt einen größeren Fernseher, ein smarteres Notebook und das neueste Handy. Wir brauchen natürlich neue Kleidung, Sportartikel und Küchengeräte und noch viele andere Sachen. Jedes Jahr werden Produkte, die wir alle bereits zu Hause haben, mit einem zusätzlichen Feature ausgestattet oder sie erhalten ein neues schickes Design. So verlieren wir am alten Teil schnell die Freude und wir wollen das Neue. Kaufen! Kaufen! Kaufen!

Ist doch logisch, dass uns das in Stress versetzt. Nicht nur, dass man alles erst besorgen muss, es will auch bezahlt werden. Und da sind wir noch gar nicht bei den Geschenken für Freunde und Familie angekommen. Geschenke sind ein Zeichen von Liebe und Zuneigung. Je größer und wertvoller das Geschenk, umso größer der Liebesweis. Zumindest versucht uns die Wirtschaft das so zu verkaufen.

Nun ist dieses ganze Spektakel auch noch auf einen sehr begrenzten Zeitraum komprimiert. Also besonders viel Konsum in kurzer Zeit. Das bedeutet einen erhöhten Arbeitsdruck für alle die im Handel tätig sind. Und dazu zählen auch die Produzenten, die Zusteller, die Sachbearbeiter uvm. Wir sind gestresst, weil wir Unmengen einkaufen sollen und wollen. Weil wir mehr arbeiten, Kekse backen, Hausdekorieren, Weihnachtsmarkt besuchen und sonstige Zusatzaufgaben die ToDo Liste verlängern sind wir im Stress. Wenn wir im Verkehr nicht rasch vorankommen hupen wir, wenn wir keinen Parkplatz finden, schimpfen wir, und wenn wir an der Supermarktkassa in der Schlange stehen, würden wir am liebsten unseren Ärger laut rausschreien. Das würde vielleicht auch gut tun ;). Lächelnde Gesichter entdeckt man kaum, außer vielleicht bei den unzähligen Punchständen. Das mag dann aber eher dem Alkohol zu verdanken sein, als der Vorfreude auf das Weihnachstfest. Ist das unser Weihnachten? Wollen wir das so? Echt, jetzt?

Was, wenn wir bei all dem nicht mitmachen würden? Eine spannende Vorstellung, oder? Mich beruhigt das Bild, das ich gerade im Kopf habe. Gut, im Hintergrund sehe ich besorgte Geschäftsinhaber. Die schauen nicht sehr glücklich drein. Aber das würde sich doch auch einpendeln, wenn es das Weihnachtsgeschäft in dieser Form einfach nicht geben würde, oder? Tja, alles hat zwei Seiten.

Warum gehen wir Menschen immer bis an die Grenzen der Erträglichkeit, warum setzen wir nicht einmal bewusst eine Grenze zum allgemeinen Wohlbefinden? Ist ein Weg in der Mitte, zwischen Null und dem absoluten Maximum, nicht erstrebenswerter, als alles bis aufs Letzte zu optimieren und auszuquetschen?

Wir können jedenfalls unsere persönliche Grenze definieren und das sollten wir auch tun. Also, macht euer Weihnachten, so wie es für euch gut ist. Schmeißt euch ins Getümmel, wenn ihr das mögt und genießt es dann aber auch, oder nehmt euch raus und lasst den Trubel, Trubel sein. 🙂

Alles Liebe

Silke & Christiane

 

 

Bald ist er da, der Advent 2018! 🙂

Lasst uns Freunde sein und folgt uns!

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